Montag, 4. September 2017

TELEVISIONEN: EDGE OF TOMORROW

Anscheinend war am Sonntag Emily Blunt Abend auf Pro7. Zuerst dieser hier und danach SICARIO.

EDGE OF TOMORROW

Poster

Die Erde wird mal wieder überrant. Diesmal von den sogenannten Mimics. Der Militärfilmer Cage (Tom Cruise) soll bei der Schlacht in der Normandie mit einem Filmteam die Soldaten begleiten. Da er keinerlei Kampferfahrung hat und befürchtet zu sterben versucht er zu desertieren. Seine Flucht misslingt und so landet er bei den Sturmtruppen.
Bei der Schlacht dauert es nicht lange bis er stirbt. Doch statt tot zu bleiben wacht er auf einmal am Vortag der Invasion auf. Irritiert durchlebt er wieder den Tag bis zur Schlacht, in der er wieder stirbt, nur um am Vortag wieder aufzuwachen. Mit der Zeit lernt er mehr und mehr seine Kampffähigkeiten zu meistern und wird ein formidabler Kämpfer. Doch all das bringt nichts, denn er stirbt immer wieder und wieder, ohne das er groß etwas ändern kann. Erst als er die Heldin der Schlacht von Verdun, Rita (Emily Blunt) , kenenlernt scheint sich das zu ändern, denn sie hat das selbe wie er durchgemacht.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

EDGE OF TOMORROW basiert auf der japanischen Light Novel (wenn ich das richtig verstanden habe, sind das einfach nicht so lange, aber dafür illustrierte Romane) ALL YOU NEED IS KILL (ein äußerst ansprechender Name). Dieser wurde für den für den internationalen Markt lizensiert und inszeniert. In wie weit der Film sich an die Vorlage hält kann ich nicht sagen, da ich sie nicht kenne... und auch nicht sonderlich drann interessiert bin sie zu lesen.
Nach einem kurzen Einstieg geht es ins Militärlager und von dort aus direkt in die Schlacht und dann wieder zurück. Von Neustart zu Neustart gewinnt der Film an Tempo und auch die Action wird intensiver. Durchhänger gibt es keine und die knappen 2 Stunden Laufzeit vergehen wie im Flug.
Die Erklärung des Ganzen, die Zeitreisefähigkeit der Alienrasse, welche sich durch Blutkontakt auf Cage überträgt, ist interessant, aber, wie so häufig bei Filmen mit Zeitreise- Setting, unlogisch, da die Zeit ja im kompletten Universum zurückgesetzt werden muss, was sich auf andere Invasionen der Mimics suboptimal auswirken würde. Aber Logik ist nicht der Anspruch des Filmes und so bietet der Zeitreisefaktor einiges an Humor.
Der Hauptanspruch des Filmes liegt in seiner Action und diese ist gut in Szene gesetzt. Die Erstürmung des Strandes weckt Erinnerungen an den Beginn von DER SOLDAT JAMES RYAN, nur das man hier nicht gegen Nazis sondern Weltraummonster aus dem All kämpft und die Soldaten statt Thompson Maschinenpistolen und Karabiner hier mit fetten Exoskelett- Kampfanzügen ausgerüstet sind. Es kracht ordentlich und man bekommt einiges an Explosionen und Geballer geboten.
Tom Cruise (MISSION: IMPOSSIBLE- Reihe, EINE FRAGE DER EHRE) hat sich ja, wie Nicholas Cage, vom Mainstream Charakterdarsteller zum Action-/ Spektakelschauspieler gewandelt (nur mit dem Unterschied, dass er, im Gegensatz zu Cage, damit sehr erfolgreich ist und Blockbuster- Kino macht, wohingegen Cage heute hauptsächlich in der Direct to Video Ecke zu finden ist. Aber, zu seiner Ehrenrettung, da ist durchaus gut goutierbares Zeug dabei). Er ist jetzt kein Oscar- Kandidat, macht aber eine gute Figur. Seinen Wandel vom feigen Huhn zum Kampfmonster bringt er gut rüber und macht dabei eine gute Figur (ich finde es immer krass, dass er so groß wirkt, obwohl er eigentlich ziemlich klein ist). Emily Blunt (SICARIO) ist nicht nur hübsch anzusehen sondern kommt als Kampfmaschine sau gut rüber. Besonders ihr Pragmatismus, Cage bei Problemen zu töten damit ein Neustart stattfinden kann ist cool. Sie ist Soldat durch und durch. Auch sie macht eine gute Figur, obwohl ihr Charakter nicht so vielschichtig ist wie der in SICARIO. Als arschiger Sergeant sehen wir hier den viel zu früh gestorbenen Bil Paxton (DÄMONISCH, TWISTER). Er ist einfach spaßig. Brendan Gleeson (BRÜGGE SEHEN... UND STERBEN?) ist ja eigentlich ein Charismabolzen, aber hier hat er nicht die Möglichkeit das auszuspielen, da er einfach viel zu wenig Screentime hat. Der Rest des Ensembles ist mir unbekannt, aber okay... ist halt Kanonenfutter.
Kommen wir zum Schluss noch zu den Effekten. Wie immer kann ich nichts zum 3D sagen, weil diesmal im TV geschaut. Die Effekte sind, wie man bei einem knapp 180 Millionen Dollar Budget erwarten kann, sehr gut. Alles sieht echt aus und ist auch gut designt. Das einzigste was mich ein wenig stört sind die Gesichter der Mimics, die mich irgendwie an Drachen erinnern.
EDGE OF TOMORROW ist jetzt kein SCIFI- Film der das Genre umkrempelt oder revolutioniert, aber seine komplette Laufzeit gut unterhält. Wer lust auf ein wenig Kurzweil hat ist hier gut beraten.

HIER die verwendeten Waffen.

Fazit:
Flotter SciFi- Actioner

7/10


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