Samstag, 2. September 2017

GAME: RESIDENT EVIL - REVELATIONS (PS4)

Der Logik halber müsste eigentlich an dieser Stelle nun das Review zu UNCHARTED 4  stehen, aber wir sind ja Rebellen. Naja, eigentlich liegt es daran, dass ich die ersten 3 Spiele der UNCHARTED_ Reihe ja relativ schnell in einem Rutsch durchgespielt habe. Als ich mit Teil 4 angefangen habe, habe ich dann gemerkt, dass ich jetzt erst mal was ruhigeres brauche. Dazu spielte ich dann RESIDENT EVIL - REVELATIONS 2 mal wieder durch und merkte zum Einen, wie gut das Spiel ist, zum Anderen dass das Game 2 Enden hat. Und der Raid Modus macht auch Gaudi. Auf meinem alten Blog hatte ich auch ein Review dazu, aber ich bezweifle, das ich den doch noch mal hier hochlade und um es neu zu schreiben bin ich zu faul. Aber kurz gesagt: Super Preis/ Leistungsverhältnis, etwa 10 Std Kampagne, abwechslungreiches Gameplay und sehr spaßiger Raid- Modus. 7 - 8/10 Punkte. 
Nun, also am 29.08.17, erschien der erste Teil der REVELATIONS- Unterreihe als Remaster für die aktuelle Konsolengeneration, denn man kann die Gamer ja melken (und wie man hier sieht, mit Erfolg. Wobei ich mich jetzt nicht als Gamer bezeichnen würde). Und da ich an diesem Tag zufällig im MediaMarkt war nahm ich die Disc für etwas mehr wie nen 20er mit (Download wäre zwar, glaube ich, 2 €uronen billiger, aber ich mag physisch irgendwie lieber. Sieht im Regal auch hübscher aus wenn beide Teile nebeneinander stehen) und machte mich dann daran, dass Game durchzuspielen.

RESIDENT EVIL - REVELATIONS

Poster

Vor einem Jahr gab es einen Bioterroranschlag auf die Hightech- Stadt Terragrigia im Mittelmeer, in dessen Folge die Stadt per Satellitenschlag ausgelöscht wurde.
Jetzt untersucht Jill Valentine und ihr neuer Partner Parkner das auf dem Ozean treibende Luxuskreuzfahrtschiff Queen Zenobia. Dort finden sie nicht nur ein paar garstige Monster, sondern auch auf die Spuren einer riesigen Verschwörung.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

RESIDENT EVIL - REVELATIONS spielt zwischen den Teilen 4 und 5 der regulären RESIDENT EVIL- Reihe und erschien 2012 Für den Nintendo DS.und ein Jahr später für den PC und die vorherige Konsolengeneration. Im Rahmen der Veröffentlichungspolitik von Capcom (die ungefähr so lauten könnte: "statt mehr neue und gute Spiele herauszubringen remastern wir einfach die Klassiker, die Leute werden es eh kaufen") wurde nun Teil 1 der REVELATIONS- Reihe grafisch ein wenig aufgehübschtund mit allen erschienen Extras wiederveröffentlicht.
Die grafischen Überarbeitungen sind Minimal und man sieht dem Spiel sein Alter schon an. Gut aussehen tut aber schon (gut, das sage ich häufiger, aber ich entstamme einer Zeit, da hätten wir uns "von" geschrieben wenn unsere Games so ausgesehen hätten). Alles ist angenehm düster, aber nicht zu dunkel. Bei den Schatten erkennt man aber immer wieder Ecken und Kanten. Das ist zwar nicht State- of- the- Art, stört aber auch nicht besonders.
Bei der Steuerung musste ich mich erst mal wieder umgewöhnen. War REVELATIONS 2 relativ flott und Teil 6 sogar richtig flink, ist die Steuerung hier relativ träge. Auch musste ich mich erst mal wieder daran gewöhnen, das ich nicht sprinten kann. Ausweichen ist auch so eine Timing- Sache, die bei mir eher vom Glück, als vom Können abhängt. Hier hätte Capcom ruhig ein wenig mehr Arbeit reinstecken können. Besonders die Tatsache, dass das Nachladen hin und wieder etwas nachhakt ist schon ärgerlich... besonders bei Bosskämpfen.
Die Kampagne bietet knappe 8 Std. Spielzeit, so lange habe ich zumindest gebraucht, und ich bin beileibe alles andere als ein schneller Spieler. Für nen Zwanni ist das aber durchaus okay, und man bekommt ja noch den Raid- Modus dazu, den ich dieser Tage mal noch anchecken werde. Die Geschichte ist dank des Settings ziemlich atmosphärisch und bietet einige schöne Gruselmomente. Natürlich hat das Ganze auch einige Situationen, bei dem dem geneigten Spieler ein Fragezeichen über dem Kopf schweben dürfte. Da wären zum Beispiel, ohne Garantie auf Vollständigkeit:
- Warum die Entführung und Entwaffnung unserer Protagonisten zum Anfang? Wenn man sie tot haben wollte, warum nicht direkt? Und wenn man sie auf die Verschwörung aufmerksam machen wollte, warum dann nicht direkt?
- Wieso ist ein weiblicher Charakter halb nackt? Ich weiss, Fan- Service, aber der Logik wegen...
- Warum Stöckelschuhe zum Kampfeinsatz?
- Wieso schickt die BSAA nur 2er Teams? Ich meine, normale Spezialkommandos haben 4 -5 Mitglieder, 2 sind einfach echt wenig.
- Und vor allem: Wo ist was? Wo ist die Basis der BSAA? Wie weit ist das Schiff von der Küste entfernt? Ist das eingeschneite Gebiet in Skandinavien oder sonst wo? Ich frage mich das, weil die Ereignisse des Spieles an einem Abend/ Nacht spielen und die da rumfliegen, als würden sie Strecken zwischen Bonn und Köln überbrücken. Jedenfalls zeitmäßig.
Aber alles in allem stören diese Sachen nicht sonderlich. 2 Dinge stören aber schon: Das erste ist die Anzahl der Episoden. Das Spiel hat 12 mehr oder weniger lange Episoden, die immer wieder mit einem (glücklicherweise überspringbaren) Rückblick eingeleitet werden. Das führt leider dazu, dass man immer wieder aus der wirklich gelungenen Stimmung des Spieles herausgerissen wird. Das größte Manko sind aber die kurzen Episoden in denen du die 2 anderen BSAA- Agenten spielst (den Neger und den Hacker). Die sind ungefähr so symphatisch wie Fußpilz, so ungefähr auf dem Niveau des Schwulenpärchens aus FLUCH DER KARIBIK. Ihr wisst schon der Dicke und der mit dem Holzauge. In Teil 1 noch ganz nett, in 2 und 3 der Horror. Und kommt mir jetzt nicht, das nie gezeigt oder gesagt wurde das die schwul sind. Leute, die 2 sind schwuler als 10 Friseure und selbst Elton John wurde zu den 2 sagen. "hey Leute, es ist genug.". Aber ich schweife ab... auf jeden Fall, diese Stellen nerven. Ich hoffe, das die 2 nie wieder auftauchen. Außer als Nebencharaktere die sterben werden.
Das Monsterdesign ist gelungen. Passend zum maritimn Setting haben wir es hier nicht mit Zombies zu tun, sondern mit Mutationen, die stellenweise an irgenwelches Wurmzeug aus dem Meer erinnert. Nur mit Zähnen und Stacheln eben. Das Viehzeug ist abwechslungsreich designt und schön creepy.
Die Bosskämpfe sind spaßig und stellenweise recht knackig. Vom Schwierigkeitsgrad kann man nicht meckern. Besonders nach dem extrem leichten sechsten Teil war das hier ziemlich cool. Ich bin zwar kein Hardcore- Gamer und bin an DARK SOULS II verzweifelt, aber ein wenig gefordert möchte ich dabei schon werden. Lediglich der letzte Boss war etwas... seltsam. Knackig, aber seltsam. Irgendwie hat das mit dem seinem Teleport- Gedöns mich gestört. Nicht weil es schwer war (und das war es bis ich das durchschaut habe), sondern schlicht und ergreifend aus dem Grund, das ich sowas irgendwie unpassend finde.
Abschließend muss man noch die gelungene Soundkulisse loben, die wirklich mehr als klasse ist.
Irgendwo habe ich gelesen, dass ein dritter Teil der Reihe in der Mache ist, was mich sehr freuen würde. Wo die Hauptreihe ab Teil 4 irgendwie immer wieder ganz zähen Kram bringt, der dich rausreisst (zu Teil 7 kann ich nichts sagen, weil ich den noch nicht habe), punkten die REVELATIONS- Ableger mit Atmosphäre und einem gelungenen Mix aus Horror und Action.
So kann man abschließend sagen, dass man für einen Preis von 20€ hier nichts falsch machen kann und einige gruselige Stunden beschert bekommt.
THE EVIL WHITHIN 2 kann kommen.

Fazit:
Schöner Horro- Reisser auf dem Luxus- Liner

7/10


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